Manche Jugendliche schreiben krakelig, andere viel zu langsam. Bei einigen tanzen die Buchstaben über das Papier, bei anderen ist kaum ein Wort zu entziffern. Doch bedeutet eine unschöne Handschrift automatisch, dass sich derjenige nicht genügend Mühe gibt? Ganz und gar nicht. Hinter Schwierigkeiten beim Schreiben können viele Ursachen stecken. Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.
„Jetzt gib dir doch mal ein bisschen mehr Mühe!“
„Kannst du das nicht ordentlicher schreiben?“
„Wenn du langsamer schreiben würdest, könnte man es auch lesen!“
Vielleicht kennst du diese Sätze. Vielleicht hast du selbst schon einmal einen davon gesagt.
Schließlich möchtest du, dass dein Kind eine lesbare Handschrift entwickelt. Damit es seine Aufzeichnungen verstehen, im Unterricht mithalten und seine Handschrift zum Lernen nutzen kann.
Doch was, wenn es sich längst Mühe gibt? Wenn es langsamer schreibt, sich konzentriert und die Buchstaben trotzdem kaum lesbar sind?
Eine unleserliche Handschrift sagt weder etwas über die Intelligenz eines Jugendlichen noch über seine Lernbereitschaft aus.
Eine Handschrift muss auch nicht besonders schön sein. Was wir als schön empfinden, ist Geschmackssache. Entscheidend ist nicht, ob eine Schrift besonders hübsch aussieht. Entscheidend ist, ob sie ihren Zweck erfüllt.
Eine gut entwickelte Alltagshandschrift sollte vor allem drei Dinge ermöglichen:
- Lesbarkeit: Andere können die geschriebenen Wörter gut entziffern.
- Schreibfluss: Das Kind kann in einem für sein Alter angemessenen Tempo schreiben.
- Leichtigkeit: Die Schreibbewegungen gelingen ohne übermäßige Anstrengung.
Aufforderungen wie „Schreib ordentlicher“ helfen wenig, solange wir nicht wissen, was das Schreiben erschwert. Wie unterschiedlich diese Schwierigkeiten aussehen können, zeigen drei Schriftproben aus meiner lerntherapeutischen Praxis.
Drei Handschriften. Drei unterschiedliche Schwierigkeiten?
Alle drei Schriftbilder zeigen Auffälligkeiten, die das Lesen erschweren können. Doch sie unterscheiden sich deutlich.
Schriftprobe 1 – Kleine Buchstaben, wenig Klarheit
[BILD EINFÜGEN: Schriftprobe 1 – Vermeidungshandschrift]
Die Buchstaben stehen teilweise eng beieinander. Einzelne Formen sind schwer zu unterscheiden. Auch die Groß- und Kleinschreibung ist nicht immer eindeutig zu erkennen.
Schriftprobe 2 – Große Buchstaben, wenig Orientierung
[BILD EINFÜGEN: Schriftprobe 2 – Corona-Systemschrift]
Die Buchstaben sind auffallend groß. Ihre Höhen wechseln und die Orientierung innerhalb der Zeilen fällt schwer.
Schriftprobe 3 – Wechselnde Formen und Verbindungen
[BILD EINFÜGEN: Schriftprobe 3 – entgleiste Schriftfindung]
Die Buchstabenformen verändern sich. Manche Wörter sind gut erkennbar, andere lassen sich nur schwer entziffern. Die Größenverhältnisse und Verbindungen wirken uneinheitlich.
Vielleicht erkennst du eine dieser Handschriften wieder.
Doch warum sehen sie so unterschiedlich aus?
Wenn Handschrift zum Hindernis beim Lernen wird
Dass Schwierigkeiten mit der Handschrift viele Jugendliche betreffen, zeigt die STEP-Studie 2022 des Schreibmotorik Instituts und des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE).
In dieser bundesweiten Befragung haben Lehrkräfte der Sekundarstufe geschätzt, dass durchschnittlich 47 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler nicht mindestens 30 Minuten beschwerdefrei mit der Hand schreiben könnten.
Dabei hätten sie beispielsweise Ermüdung, Verkrampfungen oder eine zunehmend unleserliche Schrift beobachtet. Die Ergebnisse verdeutlichen, welche Bedeutung eine funktionale Handschrift im Schulalltag haben kann.
Denn wer viel Aufmerksamkeit für die Buchstabenbildung benötigt, hat vielleicht weniger Kapazität für den eigentlichen Inhalt.
Die Handschrift soll das Lernen unterstützen. Sie sollte nicht selbst zum Hindernis werden.
Quelle: STEP-Studie 2022, Schreibmotorik Institut und VBE
Motorik, Wahrnehmung und Graphomotorik – was steckt hinter der Handschrift?
Stell dir zwei Jugendliche vor: Der eine schreibt langsam, aber gut lesbar. Der andere schreibt schnell, doch seine Buchstaben lassen sich kaum entziffern.
Beide bekommen dieselbe Aufforderung: „Du musst an deiner Handschrift arbeiten.“
Aber woran genau?
Um diese Frage zu beantworten, sollten drei Bereiche unterschieden werden, die beim Schreiben zusammenwirken.
Motorik – wie bewegt sich die Hand?
Die Schreibmotorik lässt sich beobachten. Liegt der Unterarm entspannt auf? Wird der Stift fest umklammert? Drückt die Stiftspitze tief ins Papier? Schmerzt die Hand schnell beim Schreiben?
Die Motorik beeinflusst, wie ökonomisch Schreibbewegungen ausgeführt werden können.
Eine angespannte Stifthaltung, hoher Schreibdruck oder eine ungünstige Sitzhaltung können das Schreiben anstrengend machen. Manche Jugendliche ermüden schnell, obwohl ihre Schrift durchaus lesbar ist.
Nicht jede ungewöhnliche Stifthaltung ist deshalb behandlungsbedürftig. Entscheidend ist, ob sie das Schreiben tatsächlich erschwert.
Wahrnehmung – wie findet die Schrift ihre Orientierung?
Die Wahrnehmungsqualität lässt sich nicht allein am Schriftbild sicher beurteilen. Wie groß ist ein kleines „a“ im Verhältnis zu einem großen „A“ ? Wo beginnt das nächste Wort? Wie weit reicht eine Unterlänge unter die Zeile?
Beim Schreiben müssen Größen, Formen und räumliche Beziehungen erkannt und umgesetzt werden.
Auffälligkeiten können sich in wechselnden Buchstabengrößen, unregelmäßigen Wortabständen oder Schwierigkeiten bei der Zeilenführung zeigen. Sie können Anlass sein, mögliche Schwierigkeiten bei der räumlichen Orientierung genauer zu prüfen. Eine Wahrnehmungsstörung lässt sich daraus allein nicht ableiten.
Wenn zusätzlich Augenbeschwerden oder Probleme beim Lesen und Abschreiben oder eine b/d Unsicherheit auftreten, ist eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll. Ein Augenoptiker kann ergänzend die Sehschärfe und bestimmte Sehfunktionen überprüfen.
Bei Hinweisen auf Schwierigkeiten in der visuellen Verarbeitung oder Auge-Hand-Koordination kann eine ergotherapeutische Befunderhebung hilfreich sein.
Graphomotorik – wie entstehen die Buchstaben?
Wo beginnt ein Buchstabe? In welche Richtung wird er geschrieben? Entsteht eine flüssige Bewegung oder muss die Hand ständig neu ansetzen? Sind in den Buchstabenverbindungen Korrekturbewegungen erkennbar?
Graphomotorik beschreibt das Zusammenspiel der motorischen und wahrnehmungsgebundenen Fähigkeiten, die für die gezielte Gestaltung von Schrift notwendig sind.
Sind Buchstabenformen und Bewegungsabläufe noch nicht ausreichend automatisiert, kann das Schreiben stocken. Unter Zeitdruck werden die Buchstaben möglicherweise zunehmend unleserlich.
Bei anhaltenden Schwierigkeiten kann eine ergotherapeutische Untersuchung sinnvoll sein. Treten Schmerzen auf oder hat sich die Handschrift nach einer Verletzung verändert, sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Motorik und Wahrnehmung ermöglichen Schrift. Graphomotorik gestaltet sie.
Diese Unterscheidung hilft, die folgenden Schriftbilder genauer einzuordnen.
Drei auffällige Schriftbilder in der Sekundarstufe
In meiner lerntherapeutischen Praxis unterscheide ich drei wiederkehrende Erscheinungsbilder: die Vermeidungshandschrift, die Corona-Systemschrift und die entgleiste Schriftfindung.
Diese Bezeichnungen beschreiben Beobachtungen aus meiner Arbeit. Einzelne Merkmale können sich überschneiden.
1. Die Vermeidungshandschrift – wenn Buchstaben möglichst wenig verraten
Bei der ersten Schriftprobe sind die Buchstaben klein und teilweise eng zusammengedrängt. Groß- und Kleinschreibung lassen sich nicht immer eindeutig unterscheiden.
Das kann dazu führen, dass auch Rechtschreibfehler weniger klar erkennbar werden.
In meiner Praxis begegne ich solchen Schriftbildern gehäuft bei Jugendlichen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS).
Eine mögliche Erklärung ist, dass die schwer lesbare Schrift dazu dient, Unsicherheiten beim Rechtschreiben weniger sichtbar werden zu lassen.
Aus einer kleinen oder undeutlichen Handschrift allein lässt sich jedoch keine LRS ableiten.
Worauf kannst du achten?
Sind Rechtschreibung und Zeichensetzung auffallend häufig falsch? Lassen sich Groß- und Kleinschreibung unterscheiden? Wird die Schrift bei schwierigen Wörtern undeutlicher?
Was kannst du tun?
Frage den Jugendlichen, ob er seinen Text selbst gut lesen kann und ob es Wörter gibt, bei denen er unsicher ist.
Zeigen sich zusätzlich anhaltende Schwierigkeiten beim Lesen oder Rechtschreiben, ist eine qualifizierte LRS-Abklärung sinnvoll. Eine strukturierte Lineatur kann die Lesbarkeit unterstützen, ersetzt aber keine gezielte Förderung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten.
Weiterführend: LMU Klinikum – Leitlinie zu Lese-Rechtschreibstörungen
2. Die Corona-Systemschrift – wenn die Orientierung verloren geht
[BILD EINFÜGEN: Praxisbeispiel Vermeidungshandschrift – Bildauswahl prüfen]
[BILD EINFÜGEN: Praxisbeispiel Schriftanalyse Jonathan – PDF zunächst als Bild exportieren] Bei der zweiten Schriftprobe fallen die großen Buchstaben und wechselnden Höhen auf. Die Schrift findet kaum Halt innerhalb der Zeilen.
Solche Schriftbilder beobachte ich bei Jugendlichen, deren Buchstabengrößen noch nicht ausreichend gefestigt erscheinen.
In den ersten Schuljahren helfen zusätzliche Linien, Buchstabenhöhen und ihre Lage zu steuern. Später werden diese Orientierungshilfen reduziert. Die Größenverhältnisse sollen zunehmend selbstständig eingehalten werden können.
Bei manchen Jugendlichen scheint dieser Übergang nicht ausreichend gelungen zu sein.
Den Begriff Corona-Systemschrift verwende ich für dieses Erscheinungsbild, weil es mir im Zusammenhang mit unterbrochenen Lern- und Übungsprozessen während der Pandemie besonders auffiel. Ein ursächlicher Zusammenhang ist damit nicht bewiesen.
Worauf kannst du achten?
Überschreiten die Buchstaben die vorgesehenen Zeilen? Wechseln ihre Höhen stark? Sind Ober- und Unterlängen abgegrenzt? Sind im Gegensatz dazu die einzelnen Buchstaben klar erkennbar?
Was kannst du tun?
Biete eine Lineatur mit klaren Orientierungshilfen an.
Statt „Schreib kleiner“ könntest du sagen:
„Versuche, die kleinen Buchstaben zwischen diesen beiden Linien zu halten.“
So erhält der Jugendliche eine konkrete Aufgabe, deren Ergebnis er selbst überprüfen kann.
Verändert sich das Schriftbild mit einer anderen Lineatur, kann das ein Hinweis auf die Bedeutung der äußeren Orientierungshilfe sein.
3. Die entgleiste Schriftfindung – wenn die persönliche Handschrift ihre Form sucht
Die dritte Schriftprobe zeigt wechselnde Buchstabenformen und unregelmäßige Verbindungen, welche die Lesbarkeit und Ökonomie der Schrift beeinträchtigen.
Im Jugendalter verändert sich häufig die Handschrift. Die vertraute Schulschrift wird individueller: Buchstaben werden umgestaltet, Verbindungen aufgelöst oder durch Druckbuchstaben ersetzt.
Das gehört zur Entwicklung einer persönlichen Handschrift.
Schwierig wird es, wenn dabei die Lesbarkeit oder der Schreibfluss verloren gehen. Eine mögliche Ursache sind Schreibbewegungen, die noch nicht ausreichend automatisiert sind.
Die Handschrift darf persönlich sein. Sie muss deshalb nicht schwer lesbar werden.
Was die Forschung von Maria-Anna Schulze Brüning zeigt
Die Lehrerin und Handschriftforscherin Maria-Anna Schulze Brüning untersuchte 2011 insgesamt 1.091 Handschriftproben aus den Klassen 5 und 6 an sechs weiterführenden Schulen.
Ihrer Untersuchung zufolge habe ungefähr jedes sechste Kind seine Handschrift nur eingeschränkt als schulisches Arbeitsmittel nutzen können. Die Schwierigkeiten seien bei Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Leistungsniveaus aufgetreten.
Schulze Brüning habe dabei nicht nur motorische Voraussetzungen betrachtet, sondern auch die Frage, wie Handschrift vermittelt und Schreibbewegungen eingeübt würden.
Denn im weiterführenden Unterricht wird meist vorausgesetzt, dass Jugendliche bereits flüssig und lesbar schreiben können. Sind grundlegende Bewegungsabläufe noch unsicher, können steigende Anforderungen an das Schreibtempo die Schwierigkeiten verstärken.
Die Untersuchung bietet damit einen wichtigen Ansatz, um Handschriftprobleme in der Sekundarstufe zu verstehen.
Quelle: Schulze Brüning (2011), Handschriften in der Sekundarstufe I, Die Deutsche Schule, 103(4), S. 362–378
Worauf kannst du achten?
Wird derselbe Buchstabe unterschiedlich geformt? Wechseln Verbindungen und Bewegungsrichtungen? Nimmt die Lesbarkeit beim schnellen Schreiben ab?
Was kannst du tun?
Schau dir einzelne Buchstaben gemeinsam mit dem Jugendlichen an. Sind sie gut erkennbar? Lassen sie sich flüssig schreiben?
Manchmal hilft es, einen problematischen Buchstaben zunächst wieder als Druckbuchstaben zu schreiben und die Bewegung bewusst nachzuvollziehen.
Bleiben deutliche Schwierigkeiten bestehen, kann eine ergotherapeutische Abklärung sinnvoll sein.
Das Ziel ist keine einheitliche Schulschrift, sondern eine persönliche Handschrift, die lesbar und flüssig bleibt.
Weiterführend: Spektrum der Wissenschaft – Von Hand gelernt
Was eine andere Lineatur verändern kann
In meiner lerntherapeutischen Praxis erlebe ich immer wieder einen besonderen Moment.
Ein Jugendlicher schreibt zunächst auf seinem gewohnten Papier. Anschließend schreibt er auf der Schriftretter-Lineatur.
Wir haben keine Buchstaben geübt, keine Bewegungen trainiert und keine Stifthaltung verändert.
Trotzdem kann ein deutlich harmonischeres Schriftbild entstehen. Die Buchstaben werden gleichmäßiger, die Wortabstände klarer und die Zeilen ruhiger.
Dann schaut der Jugendliche auf sein Blatt.
Und strahlt.
Ich kommentiere diesen Moment bewusst nicht. Denn der Jugendliche erkennt selbst, was ihm gelungen ist.
Die Schriftretter-Lineatur bietet mit ihrer Mittelbandlinie, dem Strichprinzip und der Verlaufslinie zusätzliche Orientierung für Buchstabenhöhen, Breiten und Abstände.
Sie kann nicht jede Schreibschwierigkeit lösen. Aber sie kann sichtbar machen, welche Bedeutung die Orientierung auf dem Papier für das Schriftbild hat.
[INTERNEN LINK EINFÜGEN: Schriftretter-Lineatur kennenlernen]
Handschrift beobachten statt bewerten
Vielleicht hast du beim Lesen an die Handschrift deines Kindes oder eines Schülers gedacht.
Du musst nicht sofort wissen, welche Ursache hinter den Auffälligkeiten steckt.
Komm respektvoll ins Gespräch und frage, wie der Jugendliche selbst das Schreiben erlebt.
Beobachte auch: Wie hält der Jugendliche den Stift? Wie viel Druck übt er aus? Bleiben die Buchstaben innerhalb der Zeilen? Entstehen sie in flüssigen Bewegungen?
Kostenloser Beobachtungsbogen: Handschrift verstehen
Mit dem Schriftretter-Beobachtungsbogen kannst du Auffälligkeiten im Bereich Motorik strukturiert festhalten.
Er ersetzt keine Diagnose, hilft dir aber, genauer hinzusehen und sinnvolle erste Schritte zu überlegen.
[DOWNLOADLINK EINFÜGEN: Kostenlosen Beobachtungsbogen herunterladen]
Wann eine professionelle Schriftanalyse sinnvoll ist
Wenn die Schwierigkeiten bestehen bleiben, das Schreiben stark verlangsamen oder die Lesbarkeit den Schulalltag beeinträchtigt, kann eine vertiefte Schriftanalyse sinnvoll sein.
Bei der Schriftretter-Schriftanalyse wird derselbe Text unter drei Bedingungen geschrieben: ohne Linien, auf der gewohnten Lineatur und auf der Schriftretter-Lineatur.
Die Unterschiede und Beobachtungen zum Schreibvorgang bilden die Grundlage für eine individuelle fachliche Einschätzung zu Motorik, Wahrnehmung und Graphomotorik. Du bekommst konkrete Handlungsempfehlungen.
Die Schriftanalyse ersetzt keine medizinische Untersuchung oder LRS-Diagnostik.
[INTERNEN LINK EINFÜGEN: Mehr über die professionelle Schriftanalyse erfahren]
Eine bessere Handschrift beginnt mit Verständnis
Eine unleserliche Handschrift ist kein Beweis für mangelnde Intelligenz, fehlende Konzentration oder zu wenig Mühe.
Schreiben ist ein komplexer motorischer und geistiger Prozess. Schwierigkeiten können ganz unterschiedliche Ursachen haben – und deshalb gibt es auch nicht die eine Lösung für jedes Kind.
Beim nächsten schwer lesbaren Text könntest du sagen:
„Wollen wir gemeinsam schauen, was dir helfen könnte?“
So beginnt Veränderung nicht mit einer Bewertung, sondern mit einer Beobachtung.
Schreib dich stark.



